29. August 2018

Bootspropeller, Vor- und Nachteile der verschiedenen Profile

Bootspropeller, Vor- und Nachteile der verschiedenen Profile

Der Propeller ist ein wichtiges Teil, das sorgfältig ausgewählt werden muss. Je nach Navigations- und Bootsmodell ist das Propellerdesign unterschiedlich. Band of Boats führt Sie durch dieses wesentliche Element des Antriebs.

Wozu dient ein Schiffspropeller?

Der Propeller ist das vom Motor in Drehung versetzte Antriebsmittel. Die Geschwindigkeit entwickelt sich aus dem Schub, der durch die Bewegung der Flügel im Wasser entsteht. Entscheidend für das Erreichen der vom Hersteller empfohlenen Drehzahl ist die Propellersteigung. Dabei handelt es sich um die Strecke, die der Propeller für eine komplette Umdrehung um seine Achse zurücklegt.

Welche Arten von Propellern gibt es an Booten?

Die Propeller der AUSSENBORD-Motoren bestehen oft aus einer Aluminiumlegierung. Dies hat den Vorteil, dass sich die Flügel bei hohen Geschwindigkeiten kaum oder gar nicht verformen.

Die Propeller von INNENBORD-Motoren bestehen hauptsächlich aus Bronze und sind auf einen Antriebsstrang montiert.

Auch das Design ist je nach Bootstyp – Segelboot oder Motorboot – unterschiedlich.

Propeller für Segelboote

Für ein Segelboot verwendet man in der Regel einen zweiblättrigen Propeller, was den Widerstand erheblich reduziert, wenn das Boot nur mit Segel fährt. 

Einige Regattasegler verwenden Propeller, die zu einem „Entenschnabel“ eingeklappt werden können. Dadurch kann leicht bis zu 1 Knoten an Geschwindigkeit gewonnen werden. Da dieses System aber langsamer reagiert, müssen die Manöver mit Motor im Hafen gut geplant sein. 

Deshalb entscheiden sich Eigner von großen Segelyachten oft für dreiblättrige Propeller. Sie ziehen es vor, in den Häfen zum Erreichen der Pontons und der Ankerbojen über eine bessere Manövrierfähigkeit zu verfügen und im dichten Bootsverkehr den Motor nutzen zu können – selbst dann, wenn sie dadurch beim Segeln etwas Geschwindigkeit einbüßen. 

 
Faltbarer Propeller an einem Rennboot


Propeller für Motorboote

Für schnelle Boote werden vorwiegend dreiblättrige Propeller verwendet. Sie wurden dazu entwickelt, die optimale Geschwindigkeit, Beschleunigung, Kontrolle und Lebensdauer zu erreichen.

Schiffe wie etwa Ausflugsboote und Fischerboote, die langsam fahren können müssen, verwenden 4- bis 5-blättrige Propeller. Besonders wichtig ist die Motorleistung bei niedriger Drehzahl, die zum Beispiel zum Schleppangeln bevorzugt wird. Mehrt als 10 bis 12 Knoten sind aber nicht drin.

Zur Info: die Propeller einiger U-Boote haben mehr als 6 Blätter.
Die Vielzahl der Blätter bewirkt ein besseres Gleichgewicht des Propellers und reduziert den Resonanzeffekt.

Dies macht deutlich, wie wichtig die Auswahl eines Propellers ist, der der Art der Navigation entspricht.

Auch die Rumpfgattung ist ein entscheidendes Auswahlkriterium: ein Gleitrumpf braucht einen anderen Propeller, als ein Halbgleitrumpf.

Nicht zuletzt muss der Propeller der Motorleistung entsprechen. Es sind vor allem Motorenhersteller, die je nach Motorleistung, Rumpftyp und Segelprogramm unterschiedliche Propellertypen empfehlen. 

Wie erkennt man einen schlecht angepassten oder schlecht positionierten Propeller? 

Fall 1: Die vom Hersteller vorgesehene Geschwindigkeit kann trotz erhöhter Kraftstoffzufuhr nicht erreicht werden. URSACHE: Die Steigung ist zu stark oder die Antriebsfläche zu groß, d.h. das Widerstandsmoment ist zu hoch.

Fall 2: Der Motor neigt zum Überdrehen, 
(Beispiel Beschleunigung) wenn man den Verbrennungskreislauf bei unzureichender Geschwindigkeit öffnet. URSACHE: Der Propeller hat eine zu geringe Steigung oder die Rumpfoberfläche ist zu klein. 

Eigen Tipps für die Einstellung:

Bei einem Außenbordmotor besteht die Gefahr der Kavitation, wenn das Ausgleichselement des Motors zu hoch steht.
Bei einer zu niedrigen Positionierung des Höhenausgleichselements wiederum besteht die Gefahr der Stapelung.
Zur Senkung des Kavitationsrisikos muss das Triebwerk zu tief wie möglich eingetaucht sein. 


 

Band of Boats empfiehlt, sich diesbezüglich von den Propellerherstellern beraten zu lassen. Sie verfügen über Softwareprogramme, die die Herstellung oder den Ersatz von allen Propellertypen ermöglicht. 
Auch die Händler können Ihnen bei Ihrer Suche behilflich sein und werden Ihnen sicher gerne helfen.

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