4. September 2018

Mit Kindern in See stechen

Sie gehen oft alleine oder mit Freunden oder Familie Bootfahren, aber Ihre Kinder haben Sie noch nie am Steuer gesehen? Worauf warten Sie noch? Band of Boats hat Tipps für gelungene Bootsfahrten mit der Familie.

Bereiten Sie die Fahrt aufs Meer sorgfältig vor 

Die Sicherheitsausrüstung ist unerlässlich.

Die Rettungswesten (mit CE-Kennzeichnung) müssen bei Erwachsene gut sitzen, ganz besonders aber bei Kindern. Sollten Sie über Bord gehen, muss ihnen die Weste im Wasser ein Gefühl der Sicherheit geben. 
Sicherheitsgeschirre und Rettungsleinen müssen griffbereit verstaut sein. Wenn Kinder noch nicht schwimmen können, müssen Sie mit dem Geschirr gesichert sein, sobald sie ins Cockpit oder an Deck kommen. Noch mehr Sicherheit entsteht, wenn Sie an den Seilen zwischen den Streben Netze anbringen. 
 Das Funkgerät muss immer in tadellosem Zustand und einsatzbereit sein. Testen Sie es mit einem Funkruf an den Hafen: „Teste Funkgerät....“.
Eine Reiseapotheke ist an Bord unerlässlich, um kleine „Wehwehchen“ zu behandeln und Wunden verarzten zu können.

Je nach geplanter Reise müssen das Sicherheitsmaterial vollzählig an Bord sein.

Nicht vergessen

Zum Schutz vor Sonne und Kälte: Hüte, Pullover, Mützen und Schirmmützen. Sonnencreme sollte unbedingt mit dabei sein, denn auch bei bedecktem Himmel holt man sich auf dem Meer rasch einen Sonnenbrand.
Nehmen Sie etwas Unterhaltungsmaterial (Karten, Würfel, Lesestoff) für die Kinder mit, die sich zwischendurch sicher freuen werden, in ihre eigene Welt abtauchen zu können.
Das Essen muss kindgerecht sein: planen sie ausgewogene, einfache, schnell zubereitete und gut verdauliche Mahlzeiten ein. Sorgen Sie dafür, dass genügend Trinkwasser mit dabei ist. 

Passen Sie Ihr Navigationsprogramm an

Vergessen Sie nicht, den Wetterbericht und die Entwicklung des Seewetters aktiv zu verfolgen, bevor Sie die Leinen losmachen. Dadurch können Sie Vorkehrungen treffen, wenn Wind, Regen oder Nebel gemeldet werden. 
Unternehmen Sie das erste Mal nur eine kurze Fahrt. Auch wir Skipper und erfahrenen Seeleute mussten langsam anfangen! Lassen Sie den Kindern die Zeit, sich auf dem Boot zurechtzufinden und sich wohlzufühlen.
Segeln Sie anfangs nur kurze Strecken. Am Ende des Tages sind Kinder oft müde. Vermeiden Sie es, mit Kindern während der ersten Ausfahrten nachts auf offener See vor Anker zu gehen.

Nutzen Sie diese besonderen Momente mit Ihren Kindern, um ihnen die Navigationsinstrumente, die Seekarte des Navigationsbereichs zu zeigen und Ihnen die Funktionsweise der Toilette vorzustellen.
Sie werden sich über diese neuen Entdeckungen freuen, und vielleicht werden sie erstaunt sein, mit welchem Eifer sie sich einbringen wollen.

Es kann losgehen!

Nach einem erneuten Blick auf den Wetterbericht stellen Sie fest, dass für heute, nachts oder morgen gutes Wetter angekündigt wird und der Törn kann beginnen.
Sie überprüfen das Boot und die Leinen werden im Doppel losgemacht, damit das Ablegen schneller geht. 
Sie haben der Hafenmeisterei den Namen des auslaufenden Bootes, die Zahl der Personen an Bord und die vorgesehene Route mitgeteilt.
Die Einweisungen können beginnen: Die Schwimmwesten werden angelegt und vom Skipper kontrolliert.
Das Funkgerät funktioniert einwandfrei und dem ältesten Kind kann beigebracht werden, wie es funktioniert. Wer weiß, das könnte nützlich sein. Erklären Sie, wie ein Mann-über-Bor-Manöver abläuft und wie die Person wieder an Bord geholt wird.
Weisen Sie den Kindern an Deck vor allem für schwierige Manöver ihren Platz zu.

Die Tipps von Band of Boats:

•    Auf einem schnellen Motorboot sollten die Kinder sich nicht im Bugbereich befinden, sie könnten ansonsten vom Boot geschleudert werden. Sie müssen vor Wind und Spritzwasser geschützt sein.

•    Auf einem Segelboot empfiehlt sich ein starrer Baumniederhole für Manöver mit dem Großsegel.

•    Kinder, die seekrank werden, müssen an Bord beschäftigt werden, damit sie die Reise in guter Erinnerung behalten.

Mit diesen Tipps dürfte die erste Ausfahrt mit Ihren Kindern zu einem Vergnügen werden. Die meisten Kinder wollen danach nur eines: zurück aufs Boot!
 
 

An Bord von Cherchez
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